Viele Unternehmen sichern Währungsrisiken noch manuell und zu festen Terminen ab. Automatisierung macht die Absicherung verlässlicher – und nimmt dem Treasury die Routinearbeit ab.
Kurz gesagt: Rund ein Drittel der Treasuries erfasst Währungsrisiken noch manuell (PwC Global Treasury Survey 2025). Automatisierte Systeme sammeln die Risikopositionen täglich ein, verrechnen sie konzernintern und sichern den Rest nach festen Regeln ab. Was und wie viel abgesichert wird, entscheidet weiterhin das Treasury.
So läuft es heute in vielen Unternehmen
Einmal im Monat fragt das Treasury bei den Gesellschaften ab, welche Einkäufe und Verkäufe in Fremdwährung anstehen. Die Zahlen kommen per E-Mail oder Excel, werden zusammengetragen und abgestimmt. Dann wird ein Teil davon bei der Hausbank abgesichert – telefonisch oder per Mail. Bis zum nächsten Monat passiert nichts mehr.
Das Problem liegt im Dazwischen: Ändert sich der Auftragsbestand oder bewegt sich der Markt stark, ist man schnell zu viel oder zu wenig abgesichert. Und wer nur einmal im Monat zum Kurs des Tages abschließt, hat ein Timing-Risiko, das niemand bewusst eingegangen ist.
Was Automatisierung konkret ändert
Drei Dinge passieren anders:
- Die Risikopositionen kommen täglich aus den Systemen. Offene Bestellungen, Auftragsbestand und Rechnungen aller Gesellschaften laufen automatisch zusammen – niemand muss mehr Excel-Listen einsammeln.
- Was sich intern aufrechnen lässt, wird verrechnet. Kauft eine Gesellschaft in Dollar ein und eine andere verkauft in Dollar, braucht es dafür kein Bankgeschäft. Das spart Spreads und Gebühren.
- Der Rest wird nach festen Regeln abgesichert. Zum Beispiel: 80 Prozent der Risiken der nächsten drei Monate, 50 Prozent für die Monate vier bis zwölf, aufgebaut in mehreren Schritten statt auf einen Schlag. Das System schlägt die Geschäfte vor, holt Preise von mehreren Banken ein und führt nach Freigabe aus.
Jeder Schritt wird automatisch dokumentiert – die Unterlagen für Wirtschaftsprüfer und Meldepflichten entstehen nebenbei.
Was das bringt – und was nicht
Die Absicherung läuft verlässlich nach Plan statt nach Kalender und Tagesform. Die Ergebnisschwankungen aus Währungseffekten werden kleiner und planbarer. Das Treasury gewinnt Zeit für die Fragen, die wirklich Urteilsvermögen brauchen: Wie viel sichern wir ab, über welchen Zeitraum, zu welchen Kosten?
Ehrlich gesagt werden muss auch: Ein System entscheidet das nicht. Und eine Absicherung schützt nur den Teil, der abgesichert ist – für den Rest trägt das Unternehmen das Risiko bewusst selbst.
Fazit
Automatisierung lohnt sich, sobald die Regeln klar sind: Welche Quoten, welche Bandbreiten, wer gibt frei. Dann ist das Währungsmanagement kein monatlicher Kraftakt mehr, sondern ein laufender, nachvollziehbarer Prozess.
Wie CAPARIS Sie dabei unterstützt
Automatisierung im Währungsmanagement scheitert selten an der Technik – sondern daran, dass Regeln, Daten und Zuständigkeiten vorher nicht geklärt sind. Genau da setzen wir an.
Wir beginnen mit einer Bestandsaufnahme: Wie erfassen Sie Währungsrisiken heute, wie sichern Sie ab, wo entstehen Reibungsverluste? Daraus entwickeln wir mit Ihnen klare Absicherungsregeln – Quoten, Bandbreiten, Laufzeiten, Freigaben. Bei der Umsetzung begleiten wir Sie unabhängig von Softwareanbietern, von der Auswahl der Lösung über die Anbindung Ihrer Systeme bis zum Testbetrieb.
Das Ergebnis: weniger Routinearbeit im Treasury, planbarere Währungseffekte im Ergebnis und die Sicherheit, dass Ihre Absicherung so läuft, wie Sie es festgelegt haben.
Lassen Sie uns über Ihr Währungsmanagement sprechen. In einem unverbindlichen Erstgespräch zeigen wir Ihnen, wo bei Ihnen die größten Hebel liegen.
Quellen: PwC Global Treasury Survey 2025 · MillTech Global FX Report 2026